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Wohnen in der WG: So klappt das Zusammenleben

Gemeinsam wohnen, Kosten teilen: Eine Wohngemeinschaft bietet soziale Vorteile und Flexibilität – erfordert aber klare Absprachen.

In einer WG hat jeder sein eigenes Zimmer, Küche und Bad teilt ihr euch. Das macht das Wohnen ²µÃ¼²Ô²õ³Ù¾±²µ±ðr als allein und bringt Gesellschaft, verlangt aber Absprachen. Kläre vor dem Einzug, wer im Mietvertrag steht, denn davon hängen Haftung und Kündigung ab. Im Alltag funktioniert eine WG dann am besten, wenn Kosten, Putzen und Besuch von Anfang an geregelt sind.

Was eine Wohngemeinschaft rechtlich ausmacht, steht im Artikel Was ist eine WG?, welche Formen es gibt, im Artikel WG-Arten im Überblick.

balanceVorteile und Nachteile

Vorteile Nachteile
Du zahlst weniger Miete als für eine eigene Wohnung. Du hast weniger Privatsphäre, Küche und Bad sind nie ganz deine.
Waschmaschine, Internet und Küchengeräte teilt ihr euch. Unterschiedliche Vorstellungen von Ordnung führen schnell zu Streit.
Du bist in einer neuen Stadt nicht allein. Lärm, Besuch und Partys der anderen bekommst du mit.
Ein WG-Zimmer findest du oft schneller als eine Wohnung. Je nach Vertrag haftest du auch für die Miete der anderen.

descriptionMietvertrag und Haftung

Wer gegenüber dem Vermieter wofür geradestehen muss, hängt vom Vertragsmodell ab. Frag vor dem Einzug genau nach, welches bei euch gilt.

Modell Wer haftet für die Miete? Wenn jemand auszieht
Gemeinsamer Mietvertrag Alle gemeinsam. Der Vermieter darf die volle Miete von jedem Einzelnen verlangen. Kündigen können nur alle zusammen. Ein Wechsel braucht die Zustimmung des Vermieters.
Hauptmieter mit Untermietern Gegenüber dem Vermieter nur der Hauptmieter. Die Untermieter zahlen an ihn. Untermieter kündigen beim Hauptmieter. Der Hauptmieter braucht für jeden neuen Untermieter die Erlaubnis des Vermieters.
·¡¾±²Ô³ú±ð±ô³¾¾±±ð³Ù±¹±ð°ù³Ù°ùä²µ±ð Jeder nur für sein eigenes Zimmer. Jeder kündigt für sich, die anderen sind nicht betroffen.

Mehr zu Rechten und Pflichten bei Untermiete steht im Artikel Mieter, Untermieter und Vermieter, zu Fristen im Artikel Ordentliche Kündigung.

savingsKosten und WG-Kasse

Was in der WG anfällt

Neben Miete und Nebenkostenvorauszahlung kommen in fast jeder WG Strom, Internet und der Rundfunkbeitrag dazu. Der Rundfunkbeitrag wird nur einmal pro Wohnung fällig, egal wie viele Leute dort wohnen. Einer meldet die Wohnung an, die anderen beteiligen sich. Dazu kommen gemeinsame Ausgaben für Putzmittel, Toilettenpapier oder eine neue Pfanne.

Kosten fair aufteilen

Die Miete teilt ihr am fairsten nach Zimmergröße auf, die übrigen Kosten meist zu gleichen Teilen. Für Verbrauchsmaterial hat sich eine WG-Kasse bewährt, in die jeder monatlich einen festen Betrag einzahlt. Wer einkauft, nimmt das Geld daraus und legt den Kassenzettel dazu. Alternativ tragt ihr alle Ausgaben in eine App ein, die am Monatsende ausrechnet, wer wem wie viel schuldet.

Ein gemeinsames WG-Konto lohnt sich für laufende Kosten wie Strom und Internet. Legt dann fest, wer Zugriff hat und wie ihr mit dem Guthaben umgeht, wenn jemand auszieht.

Geld sparen

  • Kauft Grundnahrungsmittel und Haushaltsartikel gemeinsam und in größeren Mengen.
  • Vergleicht einmal im Jahr die Strom- und Gastarife.
  • Teilt euch Streaming-Abos, soweit die Anbieter das erlauben.
  • Kauft Geräte und Möbel für die Gemeinschaftsräume gebraucht.
  • Heizt und lüftet abgestimmt, das senkt die Nebenkostenabrechnung.

checklistRegeln für das Zusammenleben

Die meisten WG-Konflikte entstehen nicht aus großen Streitfragen, sondern aus Kleinigkeiten, die nie besprochen wurden. Legt deshalb gleich nach dem Einzug fest, wie ihr es halten wollt.

Worüber ihr sprechen solltet

  • Putzplan: wer wann Küche, Bad, Flur und Müll übernimmt, am besten im wöchentlichen Wechsel
  • Besuch: wie oft Übernachtungsgäste okay sind und ob ihr vorher Bescheid sagt
  • Ruhezeiten: ab wann es unter der Woche leise sein soll
  • Lebensmittel: was allen gehört und was jeder für sich kauft, etwa mit eigenen Fächern im Kühlschrank
  • Gemeinschaftsräume: ob das Wohnzimmer jederzeit für alle da ist
  • Privatsphäre: niemand betritt ein fremdes Zimmer ohne Erlaubnis

Schreibt die wichtigsten Punkte auf und hängt sie in die Küche. Ein kurzes WG-Treffen alle paar Wochen hilft, Probleme anzusprechen, bevor sie groß werden.

forumWenn es Streit gibt

Sprich Probleme früh an, solange du noch ruhig bist, und beschreib, was dich stört, statt jemandem Vorwürfe zu machen.

Beim Geld helfen eine Übersicht aller Ausgaben und feste Zahltermine. Wer regelmäßig zu spät zahlt, merkt es dann selbst, und niemand muss Buch führen.

Bei unterschiedlichen Vorstellungen von Sauberkeit hilft es, nicht über Standards zu diskutieren, sondern feste Zuständigkeiten zu vereinbaren. Wie gründlich jemand putzt, ist dann seine Sache, solange es erledigt ist.

Bei Lärm reichen meist klare Ruhezeiten und der Hinweis vorab, wenn es ausnahmsweise später wird.

Lässt sich ein Konflikt nicht lösen und will jemand ausziehen, kommt es wieder auf den Mietvertrag an. Bei einem gemeinsamen Vertrag braucht ihr eine Einigung mit dem Vermieter über den Nachmieter.

account_balanceWG und Sozialleistungen

Eine WG ist rechtlich keine Bedarfsgemeinschaft. Jeder wirtschaftet für sich, und das Einkommen der Mitbewohner zählt nicht, wenn du Sozialleistungen beantragst. Anders kann es sein, wenn ihr alles gemeinsam bezahlt und einkauft. Dann kann das Amt von einer Haushaltsgemeinschaft ausgehen. Trenn deshalb deine Finanzen klar von denen der anderen und halte die Aufteilung der Kosten schriftlich fest.

keyBevor du einziehst

Noch auf der Suche? Hier findest du aktuelle WG-Zimmer. Wie du dich bewirbst, damit die WG dich zum Kennenlernen einlädt, erklärt der Artikel WG-Bewerbung schreiben.

FAQ: Häufige Fragen zur Wohngemeinschaft

Nein. Es gibt unterschiedliche Vertragsmodelle. Welche Regelung gilt, hängt vom Vermieter und der internen Organisation ab.

Nur einmal pro Wohnung. Die Bewohner können untereinander festlegen, wer den Betrag überweist.

Ja, beim Wechsel von Bewohnern kann der Vermieter ein Mitspracherecht haben – je nach Vertragsmodell.

Übernachten darf er jederzeit, solange ihr euch an die Absprachen in der WG haltet. Zieht er dauerhaft ein, braucht es die Erlaubnis des Vermieters, bei Untermiete auch die des Hauptmieters. Klärt außerdem mit den Mitbewohnern, wie sich die Kosten verteilen.

Ja, aber nur mit Erlaubnis des Vermieters. Bei einem gemeinsamen Mietvertrag solltest du auch die Mitbewohner fragen, denn sie wohnen mit deinem Zwischenmieter zusammen.

Ja. Die Haftpflichtversicherung eines Mitbewohners deckt dich nicht ab. Prüf außerdem, ob deine Hausratversicherung dein Zimmer in der WG mit abdeckt.

Hinweis:
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