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Mietrecht für Mieter: Übersicht über deine Rechte und Pflichten

Das Mietrecht regelt die wichtigsten Fragen rund um Verträge, Kaution, °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µ und Wohngemeinschaften.

Das Mietrecht regelt, was Mieter und Vermieter einander schulden: Der Vermieter muss dir die Wohnung in einem brauchbaren Zustand überlassen, du zahlst dafür die Miete und gehst sorgsam mit der Wohnung um. Die meisten Regeln stehen im Bürgerlichen Gesetzbuch und schützen vor allem dich als Mieter. Viele davon können im Mietvertrag nicht zu deinem Nachteil geändert werden. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Themen im Überblick und zu jedem Thema den passenden Ratgeber mit allen Details.

gavelWo das Mietrecht geregelt ist

Die zentralen Vorschriften stehen in den §§ 535 bis 580a BGB. Dort ist geregelt, welche Pflichten beide Seiten haben (§ 535), wann die Miete gemindert ist (§ 536), wann du untervermieten darfst (§ 540) und welche °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µsfristen gelten (§ 573c). Für Wohnungen gelten besondere Schutzvorschriften, etwa beim °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µsschutz und bei Mieterhöhungen.

Daneben gibt es einige Verordnungen und Gesetze für Einzelfragen:

  • Die Betriebskostenverordnung legt fest, welche Nebenkosten auf Mieter umgelegt werden dürfen.
  • Die Heizkostenverordnung schreibt vor, dass Heizung und Warmwasser überwiegend nach Verbrauch abgerechnet werden.
  • Das Wohnungsvermittlungsgesetz regelt die Maklerprovision. Es gilt das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, bezahlt ihn.

Im Mietvertrag können Mieter und Vermieter vieles frei vereinbaren. Wo das Gesetz Mieter schützt, ist eine Abweichung zu deinem Nachteil aber unwirksam. Ein Verzicht auf Mietminderung im Vertrag gilt zum Beispiel nicht.

descriptionMietvertrag und Miete

Mietvertrag und Klauseln

Ein Mietvertrag kann auch mündlich geschlossen werden, schriftlich ist er aber deutlich sicherer. Viele Formularverträge enthalten Klauseln, die vor Gericht nicht halten, etwa zu Schönheitsreparaturen oder einem pauschalen Haustierverbot. Welche Regeln wirksam sind, erklärt der Artikel Klauseln im Mietvertrag.

Befristeter Mietvertrag

Ein Mietvertrag über eine Wohnung darf nur mit einem gesetzlichen Grund befristet werden, zum Beispiel wenn der Vermieter die Wohnung danach selbst nutzen will. Fehlt der Grund, gilt der Vertrag als unbefristet. Mehr im Artikel ´Ü±ð¾±³Ù³¾¾±±ð³Ù±¹±ð°ù³Ù°ùä²µ±ð.

²Ñ¾±±ð³Ù³óö³ó±ð

Bei einer neuen Vermietung kann der Vermieter die Miete grundsätzlich frei festlegen. In Gebieten mit Mietpreisbremse darf sie aber höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Wann Ausnahmen gelten und wie du eine zu hohe Miete erkennst, steht im Artikel ²Ñ¾±±ð³Ù³óö³ó±ð: Wie teuer darf eine Wohnung sein?

Nebenkosten

Der Vermieter muss die Nebenkosten einmal im Jahr abrechnen, spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums. Kommt die Abrechnung später, darf er in der Regel keine Nachzahlung mehr verlangen. Wie du die Abrechnung prüfst, erklärt der Artikel Betriebskostenabrechnung verstehen und prüfen.

Kaution

Die Kaution darf höchstens drei Nettokaltmieten betragen, und du darfst sie in drei Monatsraten zahlen. Der Vermieter muss sie getrennt von seinem Vermögen anlegen. Wann du sie zurückbekommst, steht im Artikel Mietkaution beim Auszug.

groupUntermiete und WG

Wohnst du in einer WG, kommt es darauf an, wer im Mietvertrag steht. Alle zusammen, nur ein Hauptmieter oder jeder mit eigenem Vertrag: Davon hängt ab, wer für die Miete haftet und wer kündigen kann. Die Unterschiede erklärt der Artikel Mieter, Untermieter und Vermieter.

Willst du ein Zimmer oder deine ganze Wohnung weitervermieten, brauchst du die Erlaubnis des Vermieters. Geht es nur um einen Teil der Wohnung und hast du ein berechtigtes Interesse, etwa weil deine Partnerin einzieht oder du die Miete allein nicht mehr tragen kannst, muss er sie in der Regel erteilen. Mehr im Artikel Erlaubnis zur Untervermietung.

Was eine WG rechtlich ausmacht, erklärt der Artikel Was ist eine WG?

buildMängel in der Wohnung

Schimmel, eine kaputte Heizung oder ein Wasserschaden: Mängel musst du dem Vermieter sofort melden. Danach ist die Miete automatisch gemindert, solange der Mangel besteht. Reagiert der Vermieter nicht, darfst du den Mangel unter bestimmten Voraussetzungen selbst beseitigen lassen und die Kosten zurückverlangen. Bei Schäden an deinen Sachen kommt Schadensersatz in Betracht. Alles dazu im Artikel Mietmängel: Was du als Mieter tun kannst.

event_busy°­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µ

Ordentliche °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µ

Als Mieter kündigst du mit drei Monaten Frist und ohne Begründung. Der Vermieter braucht einen gesetzlichen Grund wie Eigenbedarf, und seine Frist verlängert sich mit der Mietdauer auf bis zu neun Monate. Für möblierte Zimmer in der Wohnung des Vermieters oder Hauptmieters gelten kürzere Fristen. Mehr im Artikel Ordentliche °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µ des Mietvertrags.

Fristlose °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µ

Ohne Frist kündigen dürfen beide Seiten nur bei einem wichtigen Grund, der Vermieter etwa bei hohen Mietrückständen, du zum Beispiel bei einer Wohnung, die deine Gesundheit gefährdet. Meist ist vorher eine Abmahnung oder Frist nötig. Mehr im Artikel Fristlose °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µ der Wohnung.

logoutAuszug

Ob du beim Auszug renovieren musst, hängt von deinem Mietvertrag ab, und viele Renovierungsklauseln sind unwirksam. Was wirklich gilt, steht im Artikel Renovierungspflichten beim Auszug.

Bei der Übergabe hältst du den Zustand der Wohnung in einem ܲú±ð°ù²µ²¹²ú±ð±è°ù´Ç³Ù´Ç°ì´Ç±ô±ô fest. Das schützt dich, wenn es danach um Abzüge von der Kaution geht.

warningMietschulden und Räumung

Kommst du mit der Miete in Rückstand, kann der Vermieter fristlos kündigen und eine Räumungsklage erheben. Selbst rauswerfen darf er dich nie, eine Räumung braucht ein Urteil und den Gerichtsvollzieher. Zahlst du die Rückstände rechtzeitig nach, kann die °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µ unter Umständen unwirksam werden. Wie das Verfahren abläuft und wo du Hilfe bekommst, steht im Artikel Zwangsvollstreckung in Mietwohnungen.

support_agentWo du Hilfe bekommst

Bei Streit mit dem Vermieter hilft dir der örtliche Mieterverein. Er prüft Verträge, Abrechnungen und °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µen und vertritt dich bei Bedarf. Die Mitgliedschaft kostet einen Jahresbeitrag, oft ist eine Rechtsschutzversicherung für Mietstreitigkeiten schon enthalten. Bei komplizierten Fällen oder vor Gericht ist ein Fachanwalt für Mietrecht der richtige Ansprechpartner.

Die 5 häufigsten Fragen zum Thema Mietrecht

Maximal drei Nettokaltmieten, zahlbar in bis zu drei Raten.

Bei erheblichen Mängeln, die die Wohnqualität spürbar beeinträchtigen (z. B. Heizungsausfall).

In der Regel drei Monate. Für Vermieter gelten längere Fristen, abhängig von der Mietdauer.

Ja, eine Genehmigung ist erforderlich. Ohne Zustimmung kann das Mietverhältnis gefährdet sein.

Üblicherweise bis zu sechs Monate nach Auszug, um mögliche Ansprüche zu prüfen.

Ja. Auch zwischen Hauptmieter und Untermieter gelten die Regeln des Mietrechts, etwa zu Kaution, Mängeln und °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µsfristen. Für möblierte Zimmer in der Wohnung des Hauptmieters gibt es Ausnahmen beim °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µsschutz.

Das kommt auf die Regel an. Viele Vorschriften dürfen nicht zum Nachteil des Mieters geändert werden, etwa die °­Ã¼²Ô»å¾±²µ³Ü²Ô²µsfrist für Mieter oder das Recht auf Mietminderung. Eine solche Klausel ist unwirksam, und es gilt das Gesetz.

Nur, wenn du ihn selbst beauftragt hast. Hat der Vermieter den Makler eingeschaltet, zahlt er auch die Provision.

Beim Mieterverein ist die Beratung im Mitgliedsbeitrag enthalten. Bei geringem Einkommen kannst du beim Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Damit zahlst du für eine Beratung beim Anwalt nur einen kleinen Eigenanteil.

Hinweis:
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